Information des Vorstandes 2018

Der Verein hatte im Frühjahr diesen Jahres einen Zuschuss aus Ehrenamtsmittel des Landkreises Mainz-Bingen für Sanierungsmaßnahmen an der Kiesgrube beantragt. Konkret geht es hierbei um eine Vertiefung der Wasserfläche.

Die Mittel sind nun genehmigt worden. Die untere Naturschutzbehörde sowie die SGD Süd haben unserem Vorhaben zugestimmt und die Maßnahme mit entsprechenden Auflagen genehmigt.

Wir befinden uns nun in der Umsetzungsphase und wollen die technischen Möglichkeiten mit den Mitgliedern diskutieren. Der Vorstand befasst sich am Samstag, 06. Oktober 2018 mit der Angelegenheit. Die Vorstandssitzung findet um 18.00 Uhr am Sandloch statt. Die Vorstandssitzung ist öffentlich. Das bedeutet, dass alle Mitglieder zu dieser Versammlung herzlich eingeladen sind und der Verein/ Vorstand ist für fachlich fundierte Ratschläge aus der Mitgliedschaft dankbar.

Wir werden, wie es anlässlich unserer Jahreshauptversammlung vereinbart wurde, darüber hinaus eine Mitgliederversammlung durchführen. Die Einladung erfolgt separat.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir darauf aufmerksam machen, dass das Fischen an der Kiesgrube nach wie vor verboten ist. Wir sind bezüglich der schlechten Sauerstoffsituation aufgrund des Niedrigwassers noch nicht über dem Berg.

Vielen Dank für das Verständnis und  für die Unterstützung.

Nach Beendigung der Sanierungsmaßnahmen werden wir hoffentlich die Situation der Kiesgrube deutlich verbessert haben.

Herzliche Grüße
Thomas Herzog
(1. Vorsitzender)

Hitzebelastung der Gewässer 2018

Hitzeperiode und Belastung der Gewässer, sowie Angel- und Fütterungsverbot und Feuerwehreinsatz

Aufgrund der langen Hitzeperiode ist die Belastung der Gewässer und der Fische extrem groß. Mit Hilfe des permanenten Einsatzes der Pumpe am Sandloch sind die Sauerstoffgehalte so, dass die Fische gut überleben können.

In der Kiesgrube ist die Situation ausgesprochen schwierig. Wegen der seit April bestehenden extrem warmen Witterung hat die Wassertemperatur den kritischen Wert von 28 Grad erreicht. Damit wurden bereits die Hechte und Barsche geschädigt.

Nur durch den massiven Einsatz der Oppenheimer Feuerwehr wurde ein größeres Fischsterben verhindert.

Zur Schonung der Fische und der Teiche ist ab sofort bis auf weiteres das Fischen in der Kiesgrube und insbesondere das Füttern an allen unseren Gewässer untersagt.

Gleichzeitig haben wir das Frauen- und Seniorenfischen abgesagt.
Wir bitten um Verständnis für diese notwendige Maßnahme und um Unterstützung.

Derzeit finden Gespräche mit den Naturschutzbehörden statt betreffs weiterer Sanierungen der Kiesgrube.

Hierfür ist in diesem Jahr bereits ein besonderer Arbeitseinsatz dort notwendig. Zu gegebener Zeit gibt es weitere Informationen hierzu.

Der Vorstand
Thomas  Herzog

Begutachtung der Gewässer

Schreiben an das „Landesamt für Umwelt- und Wasserwirtschaft“ und „Kreisverwaltung Mainz-Bingen“ am 22.01.2012

Landesamt für Umwelt- und Wasserwirtschaft
Herr Dr. Olaf Prawitt
Mainz
Kreisverwaltung Mainz-Bingen
Untere Naturschutzbehörde
Herr Thomas Arnold
Ingelheim

Begutachtung der Teiche des ASV Oppenheim am 20.01.2012

Sehr geehrter Herr Dr. Prawitt, sehr geehrter Herr Arnold,

im Nachgang zu der Begehung unserer Gewässer bedanken wir uns für die Unterstützung und die Ratschläge. Es wurden folgende Dinge besprochen:

Gewässer Sandloch:

Bei Hochwasser wird offensichtlich Wasser mit hoher Nährstoffkonzentration bei gleichzeitig niedrigen Sauerstoffgehalten in das Gewässer Sandloch eingebracht. Absprachegemäß werden wir den Zulauf an der Vorrohrung auf unsere Gelände so steuern, dass bei kleinen Hochwasserereignissen das Wasser nicht ins Sandloch gelangt.

Der Schlammanteil im Gewässer ist nicht kritisch, da nur die obere Schicht aktiv ist sowie keine Verlandung droht. Insofern ist eine kostenintensive Entfernung des Schlammes nicht notwendig.

Die Einrichtung einer Flachwasser- und Schilfzone zur Waldseite hin (die Vorschläge liegen schriftlich vor) wird begrüßt und ausgesprochen positiv für die ökologische Entwicklung des Gewässers hinsichtlich von Laichmöglichkeiten für Fische und Amphibien bewertet. Die Arbeiten können frühestens im Herbst 2012 begonnen werden, da der derzeit hohe Wasserstand sowie die beginnende Vegetationsperiode dies zeitnah nicht zulässt.

Die genauen Arbeiten werden wir dann in einem gemeinsamen Gespräch vor Ort abstimmen.

Die Bewirtschaftung mit Fischbesatz hinsichtlich der Arten und Mengen von Fischen sowie der Zufütterung erfolgt wie mit Herrn Dr. Prawitt abgestimmt. Allerdings ist der Fischbestand nicht kontrollierbar, da das Gewässer von Zeit zu Zeit durch das Rheinhochwasser überspült wird.

Die Kronenpflege der Bäume im Uferbereich haben wir nochmals im Detail besprochen. Absprachegemäß werden wir damit Anfang/Mitte Februar d.J. beginnen. Die durch den Sturm beschädigten Baumstümpfe im Bereich Strasse zum Strandbad bleiben vor Ort, da hiervon keine Gefahr ausgeht und sich wertvolle Nistmöglichkeiten entwickeln können.

Wir werden das Gewässer hinsichtlich Sauerstoffgehalte usw. regelmäßig untersuchen. Sollten wir negative Werte feststellen, werden wir uns unverzüglich mit Ihnen in Verbindung setzen.

Gewässer Kiesgrube

Das gemeinsam mit der Stadt Oppenheim sanierte Gewässer Kiesgrube (umfassende Dokumentationen liegen in den Behörden vor) wurde ebenfalls begutachtet. Das sehr „naturbelassene“ Fischgewässer und die gleichzeitige Einrichtung eines Schutzgebietes für Fische, Wasser- und Landvögel wird als gelungene Lösung bezeichnet. Hier sind, mit Ausnahme von Pflege- und Überwachungsmaßnahmen durch unseren Naturschutzbeauftragten, Herrn Nikolaus Strupp, keine weiteren Aktivitäten notwendig. Die entstehenden Kosten für die Pflege werden durch die Stadt Oppenheim sowie durch unseren Verein getragen, da es sich hierbei um ein Gemeinschaftsprojekt handelt.

Im Sommer, wenn das Gewässer mit vollem Pflanzenbewuchs ausgestattet ist, werden wir uns ggf mit Herrn Dr.Prawitt erneut vor Ort treffen.

Gewässer Rattenfalle

Dieses Kleingewässer wird nicht für die Fischerei genutzt. Hinsichtlich der Bedeutung als Amphibiengewässer konnten wir keine Übereinstimmung erzielen.

Wir verweisen hier auf die jahrzehntelangen Erfahrungen unseres Vereines und berichten nochmals, dass es sich bei der Rattenfalle um ein wertvolles Amphibiengewässer in der Vergangenheit handelte. Um dauerhaft gute Voraussetzungen zu schaffen, hatten wir das Kleingewässer Anfang der Siebziger Jahre bereits schon einmal von der sehr mächtigen Schlammschicht durch Laubeintrag befreit mit sehr guten Ergebnissen bezüglich der Population mit Amphibien. Aus diesem Grunde wurde gemeinsam mit der Stadt Oppenheim ein erneuter Antrag auf Entschlammung gestellt.

Wir raten den Fachbehörden der Kreisverwaltung sich unsere Erfahrungen und Kenntnisse zueigen zu machen und die Rattenfalle in das Programm der Amphibiengewässer aufzunehmen. Wir sind uns sicher, dass dies ein wichtiger Beitrag des Naturschutzes sein wird.

Abschließend bedanken wir uns nochmals für die konstruktiven Gespräche und verbleiben

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Herzog
(Vorsitzender)